Holzpellets-Markt boomt: Starkes Wachstum und niedrige Preise

07.04.21 • 14:49 Uhr • HeizPellets24 News • Oliver Klapschus

Die Holzpelletspreise in Deutschland fallen pünktlich zum Start in den Frühling unter 200 Euro je Tonne. Anfang April werden im bundesweiten Durchschnitt 198 Euro notiert, was dem günstigsten April-Preis der letzten 12 Jahre entspricht. Das niedrige Ausgangsniveau des Winters 2020/2021 macht es möglich.

Gute Nachrichten für die wachsende Zahl an Haushalten, die auf Holzpellets setzt: Die Preise sind anhaltend unter Druck und könnten in Kürze ein Langzeittief erreichen. Ausgangs des ohnehin günstigen Winters macht sich nun der saisonale Effekt bemerkbar. Dass die Holzpelletsnotierungen im Frühjahr fallen ist nicht ungewöhnlich und bereits im letzten Sommer wurden verbreitet Preise unter 200 Euro je Tonne aufgerufen. Bemerkenswert ist allerdings, dass der Preisrutsch so früh im Jahr und zudem bei steigender Nachfrage passiert.

Begründen lässt sich die Beobachtung mit dem hohen Holzangebot im Markt. Trockene Sommer und Borkenkäferbefall haben zu einem erhöhten Holzeinschlag in den heimischen Wäldern geführt. Das anfallende Schadholz ist ohne Qualitätseinschränkungen gut zur Pelletsproduktion geeignet und lässt die verfügbare Brennstoffmenge überproportional zur Zahl der installierten Wärmeerzeuger steigen. So bleiben Pellets, bzw. Holz im Allgemeinen, aktuell der günstigste verfügbare Brennstoff auf dem Markt und stehen trotzt einer rasch steigenden Zahl an Heizungen mehr als ausreichend zur Verfügung. Dank massiver staatlicher Förderung mit KfW-Zuschüssen, der Ausnahme von der CO2-Abgabe und dem dauerhaft ermäßigten Mehrwertsteuersatz von nur sieben Prozent, greifen deutsche Haushalte bei Austausch oder Neubau von Heizungsanlagen derzeit verstärkt zu Pelletszentralheizungen. Der Bundesverband Deutsche Heizungsindustrie (BDH) meldete für 2020 35.000 neue Pelletskessel, was einem Anstieg von rund 200 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren, in denen jeweils. ca. 10.000 bis 12.000 neue Anlagen verbaut wurden, entspricht. Insgesamt tun nun rund 530.000 pelletsgestüzte Feuerungsstätten in Deutschland ihren Dienst. Rund 40 Prozent davon sind sogenannte Pelletkaminöfen. Der Rest entfällt auf „echte“ Pelletszentralheizungen (Zahl inkl. wasserführender Kaminöfen).

Starke Zuwächse waren nicht nur bei der Zahl der Biomasse-Heizungen, sondern auch beim Pelletsabsatz im Internet. Das günstige Preisniveau und die Zahl an Neuanlagen lies das Absatzvolumen 2020 bei HeizPellets24 um ca. 36 Prozent wachsen. Auch das erste Quartal 2021 lieferte ein Rekordergebnis und einen Zuwachs von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. - ok

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