Pellet­heizungen im Vergleich

Die passende Heizungsanlage für Ihren Wohnraum

Nicht jede Pelletheizung ist für Ihre Gegebenheiten die passende Alternative. Wie bei allen anderen Heizungsarten gibt es auch bei den Pelletheizungen die verschiedensten Modelle und Wirkungsweisen. Der klassische Pelletofen im Wohnzimmer spendet Wärme und Behaglichkeit in einzelnen Räumen. Die Pelletzentralheizung beheizt alle Räume im Neu- und Altbau und übernimmt die Warmwasseraufbereitung. Das Kombigerät kann zusätzlich mit Solarenergie betrieben werden und minimiert die Betriebskosten. Faktoren wie die zu beheizende Wohnfläche, die Anzahl der Bewohner und ob eine Pelletheizung neu installiert werden soll oder eine alte Anlage modernisiert werden soll entscheiden über das passende Heizsystem.

Knauf auf Pellets

1. Pelletsofen

Ofen

Die einfachste Art mit Holzpellets zu Heizen ist der Pelletofen. Er ist vergleichbar mit dem normalen Kaminofen, der mit Stückholz befeuert wird. Pelletöfen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und können passend zum Wohnkonzept ausgewählt und installiert werden. Das Modell kann so ausgewählt werden, dass die Verbrennungsflamme durch eine Glasscheibe sichtbar ist und eine wohlige Atmosphäre schafft.

Allerdings eignet sich der Pelletofen vor Allem für das Beheizen eines Raumes. Genau wie beim Kaminofen gibt dieser die Wärme an die direkte Umgebung ab. Pelletöfen sind bis zu einer Nennwertleistung von 11 kW erhältlich. Das Nachfüllen der Pellets kann dabei auf unterschiedliche Weise erfolgen. Entweder werden die Holzpreßlinge manuell nachgefüllt oder die Brennkammer wird über eine Förderschnecke automatisch befüllt. Die Brennkammer ist über das Fördersystem mit einem Vorratsraum verbunden. Dazwischen befindet sich eine Brandschutzbarriere, die verhindert, dass die Flammen aus dem Ofen in den Vorratsraum übergreifen können.

Die elektronische Regelung hat gegenüber der manuellen Steuerung den Vorteil, dass sie einen wesentlich höheren Nutzungsgrad erreichen kann. Allerdings sind mit der elektronischen Lösung auch Nachteile verbunden, z. B., dass ein zusätzlicher Stromanschluss für die Förderschnecke benötigt wird. Außerdem erzeugt nicht nur die Förderschnecke als solche Geräusche, sondern auch das Fallen der Heizpellets in die Brennkammer.

Allgemein wird zur Befeuerung von Pelltöfen Sackware verwendet. Das Beschaffen und Aufbewahren von Holzpellets kann in handlichen 15 kg Säcken erfolgen und ist damit wesentlich komfortabler als eine Befeuerung mit Stückholz.

2. Pelletszentralheizung

Die Pelletszentralheizung funktioniert modern zuverlässig und sauber. Im Gegensatz zum Pelletofen erzeugt sie nicht nur Energie zum Heizen, sondern auch zur Warmwasserversorgung des ganzen Hauses. Das Leistungsspektrum reicht von Ein- und Mehrfamilienhäusern bis hin zu Wohnanlagen. Grundsätzlich gibt es hier zwei unterschiedliche Modelle der Zentralheizung. Die vollautomatische oder halbautomatische Pelletszentralheizung. Die beiden Formen unterscheiden sich vorrangig durch den Platzbedarf, den Bedienaufwand und die Befüllung des Heizkessels, welche eben voll- oder halbautomatisch geschieht.

Bei der halbautomatischen Zentralheizung befindet sich ein großer Vorratsbehälter am Heizkessel. Dieser muss in regelmäßigen Abständen (je nach Fassungsvermögen des Behälters) per Hand befüllt werden. Abhängig vom Lagerraum kann dies unterschiedlich erfolgen, z. B. mit Hilfe eines 15 kg Sacks, eines Bigbags oder eines Eimers. Vom Vorratsbehälter gelangen die Holzpellets dann über eine Förderschnecke in den Heizkessel, wo die eigentliche Verbrennung stattfindet. Die Dosierung der Pellets wird dann über ein automatisches Steuerungssystem geregelt.

Mit Ausnahme des zwei bis drei mal pro Saison zu leerenden Aschebehälters erreicht die Pelletszentralheizung den Komfort einer Gas- oder Ölheizung.Der Bedienaufwand einer vollautomatischen Pelletszentralheizung ist somit minimal. Der Heizkessel der Anlage ist über eine Förderschnecke, ein Saugsystem oder einen so genannten Maulwurf mit dem Lagerraum verbunden und der Pelletbedarf wird vollautomatisch zugeführt.

Die Fördersysteme im Einzelnen:

Transportschnecke/ Schneckensystem: Sind Lagerraum und Brenner nah angrenzend, empfiehlt sich der Einsatz einer Transportschnecke. Durch eine kontinuierliche Rotation wird der Brennstoff zum Heizkessel befördert. Die Zufuhr der Pelletmenge wird automatisch über den Kessel gesteuert. Um sicherzustellen, dass die Holzpellets selbständig nachrutschen, muss der Lagerraum über eine Schrägboden-konstruktion verfügen. In einem Winkel von 35-40° ist der Schrägboden zu installieren und sollte über eine möglichst glatte Oberfläche verfügen. Geeignet sind hierfür beispielsweise beschichtete Spanplatten.

Vakuum-Saugsystem: Befindet sich der Lagerraum in weiter Entfernung zum Heizkessel, z. B. außerhalb des Hauses oder auf dem Dachboden, eignet sich ein Saugsystem, das die Holzpellets über einen Schlauch transportiert. Dieses System ermöglicht es eine Länge von ca. 20 m und eine Höhe von ca. 5 m problemlos zu überwinden. Der Lagerraum muss ebenfalls mit einer Schrägbodenkonstruktion ausgestattet sein um das Nachrutschen der Pellets sicherzustellen. Der Geräuschpegel des Saugsystems ist gegenüber der Transportschnecke höher.

Maulwurf: Der Maulwurf ist ebenfalls eine Saugkonstruktion, welche die Pellets von oben ansaugt und beweglich ist. Der Ansaugstutzen bewegt sich dabei automatisch über die gesamte Oberfläche der Pellets, so dass eine Lochbildung vermieden wird. Bei dieser Variante kann auf die Schrägbodenkonstruktion verzichtet werden. Längere Strecken können mit dieser Methode, wie bei dem herkömmlichen Saugsystem, überbrückt werden. Die Kosten für den Maulwurf sind im Vergleich zum Vakuum-Saugsystem höher.

Zentralheizung

3. Kombigerät

Kombigereat

Unter der Kombianlage werden zwei verschiedenen Typen von Anlagen verstanden. Zum einen die Kombianlage, die neben Pellets auch Briketts, Stückholz oder Hackschnitzel verbrennen kann und zum anderen ein System, das eine Solaranlage und eine Pelletheizanlage miteinander kombiniert.

Solaranlagen können in den Sonnenmonaten wesentlich besser genutzt werden als im Winter. Mit der Kombination eines Pelletheizsystems kann nun auch in den Wintermonaten möglichst effizient Energie gewonnen werden. Je nach Verfügbarkeit wird die Warmwasseraufbereitung und das Heizungssystem über die Solar- oder die Pelletanlage gesteuert. Der Heizkessel der Pelletanlage wird so in den Sommermonaten geschont, was seine Lebensdauer enorm erhöht. Die Kosten für die Warmwasseraufbereitung können gegenüber der reinen Pelletanlage um bis zu 70% minimiert werden. Bei den Heizkosten lassen sich Einsparungen von bis zu 30 % erzielen.

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