Pelletpreise 2026: mäßiges Angebot, schwacher Heizungsbau, Prognose Q4

18.08.26 • 16:39 Uhr • HeizPellets24 News • Oliver Klapschus

Bei leicht abgeschwächter Dynamik zeigen die Pelletpreise auch im August weiterhin steigende Tendenz. Zur Monatsmitte kostet die Tonne lose Holzpellets im Deutschland-Durchschnitt rund 413 Euro, Sackware notiert bei 482 Euro. Kunden in Österreich müssen mit einem ähnlichen Preisniveau rechnen. In der Schweiz beträgt der Tonnenpreis aktuell sowohl für Sackware auf Paletten als auch für lose Ware etwas mehr als 500 Franken. Die Nachfrage hat das Rekordniveau aus dem Juli hinter sich gelassen und zeigt sich leicht unterhalb des für die Jahreszeit üblichen Niveaus.

De Pelltpreise in der DACH-Region zeigen sich im Vorfeld der näher rückenden Heizperiode weiterhin im Aufwind. Auch wenn die sommerliche Bevorratungswelle 2026 bereits im Juli über den Markt gefegt ist, bleibt die Nachfrage hoch genug, um das Preisniveau weiter zu stützen.

Die zusätzliche Nachfrage durch neue Pelletheizungen hält sich dagegen in Grenzen. Der Zuwachs durch Neubau und Modernisierung stagniert auf niedrigem Niveau. Der BDH meldet für das erste Halbjahr 2026 14.000 neue Biomassekessel, davon 8.500 Pelletheizungen. Der Löwenanteil des Gesamtabsatzes von 352.000 Wärmeerzeugern entfällt auf 194.500 Wärmepumpen und 134.000 Gasheizungen. Dazu wurden 9.500 neue Ölheizungen in der Statistik erfasst. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt sich für 2026 ein Wert von gut 700.000 neuen bzw. modernisierten Heizungen. Insgesamt hat sich der deutsche Heizungsmarkt damit wieder auf dem Niveau von 2015 bis 2019 eingependelt. Hier wurden Jahr für Jahr rund 700.000 Heizungen verkauft. Die Jahre 2020 bis 2022 zeigten dann eine steigende Tendenz und auch einen hohen Zubau von 54.000 bis 89.000 Biomasseheizungen pro Jahr, ehe die Gaskrise und das „Habeck´sche Heizungsgesetz“ den Markt durch das staatliche Subventions-Wirrwarr durcheinanderbrachten. Im Rekordjahr 2023 wurden in Summe aller Technologien zunächst über 1,3 Mio. Heizungsanlagen verkauft, ehe der Absatz 2025 auf ein 15-Jahres-Tief von 627.000 Einheiten einbrach.

Die Pelletpreisprognose für die letzten vier Monate des Jahres 2026 gestaltet sich vorsichtig optimistisch. Preiskurve und Nachfrageentwicklung lassen eine Analogie zum Jahr 2025 vermuten. 2025 setzte das Hauptgeschäft mit Pellets ebenfalls im Hochsommer ein, die Nachfragespitze lag aber erst gut einen Monat später im August, was bis in den Oktober hinein zu steigenden Preisen führte. Danach stagnierte die Preisentwicklung bei geringen Umsätzen, ehe das Kaufinteresse Ende Dezember wieder zunahm. Übersetzt auf 2026 heißt das, dass die Aufwärtsbewegung bei den Pelletpreisen bereits im September stoppen könnte und sich dann eine Seitwärtsbewegung anschließt, die im vierten Quartal zumindest keine schlechteren Einkaufschancen bietet. Mit etwas Glück und schwacher Nachfrage geht es ab Oktober, November auch nach unten. Die Aussichten für dem restlichen August und September sind dagegen eher bescheiden und fallende Pelletpreise wären eine dicke Überraschung. Um dem aktuellen Preisniveau etwas Positives abzugewinnen, bleibt nur der Brennstoffkostenvergleich mit fossilen Energieträgern. Heizöl kostet im Schatten des Irankonflikts und hoher Steuerlast in Deutschland rund 13,5 Cent je Kilowattstunde. Neuverträge für Erdgas schlagen mit durchschnittlich 10,5 Cent je kWh zzgl. Grundgebühr zu Buche. Lose Holzpellet kosten – umgerechnet nach der Faustregel 2 kg Pellets liefern 10 kWh Energie – 8,3 Cent je kWh. -ok-

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Deutschland
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Österreich
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Schweiz
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