
Holzpellets: Kunden spekulieren auf weiteren Preisrückgang
08.05.26 • 15:45 Uhr • HeizPellets24 News • Oliver Klapschus
Die Pelletpreise befinden sich Anfang Mai weiter im Sinkflug. Knapp unter 360 Euro je Tonne lose Holzpellets im bundesdeutschen Durchschnitt bedeuten den tiefsten Preis des letzten halben Jahres. In Osterreich liegen die Notierungen mit 390 Euro je Tonne auf dem tiefsten Stand seit Mitte Januar. Nur in der Schweiz fehlt bei 427 Franken die Bewegung. Sackware zeigt sich im Bergleich zu losen Pellets ebenfalls stabil. Trotz der überwiegend deutlich verbesserten Einkaufskonditionen zeigt sich das Gros der Kunden weiter passiv. Der intakte Abwärtstrend weckt Begehrlichkeiten auf bessere Preise im Sommer.
Während am Ölmarkt weiterhin Krisenstimmung herrscht und die Heizölpreise über einem Euro je Liter festhängen, ist auf dem saisonalen Abwärtstrend am Pelletmarkt auch 2026 verlass. Seit dem Drei-Jahres-Hoch im Februar geht es kontinuierlich bergab. Damit wirklich Nachfrage in den Markt kommt bedarf es aber offensichtlich noch deutlicherer Abschläge. Bei losen Pellets liegt die Erwartung der Kundschaft klar auf einem Abrutschen der Notierungen in Richtung der 300-Euro-Marke. So teuer waren die Holzpresslinge über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren von Februar 2024 bis September 2025, ehe knappe Warenbestände auf der Angebotsseite für eine Hochpreisphase im vergangenen Winter sorgten. Ursächlich waren u.a. Wechselwirkungen mit dem polnischen Markt, wo im vergangenen Jahr zahlreiche neue Pelletheizungen installiert wurden. Ein Einmaleffekt auf den sich die Produktionsseite inzwischen eingestellt haben sollte. Mit Blick auf Deutschland zeigt sich die Neubautätigkeit bei Pelletheizungen – wie bei Heizungen im Allgemeinen –weiterhin verhalten. Hausbesitzer warten auf die Neufassung des Heizungsgesetzes durch die CDU/SPD-Bundesregierung. Das für den Sommer erwartete Gesetzgebungsverfahren soll nun erst im Herbst abgeschlossen sein. Absehbar ist allerdings, dass neben Wärmepumpen auch Biomasseheizungen von den aktuell hohen Öl- und Gaspreisen profitieren. Ein marktwirtschaftlicher Aspekt, der bei der Kaufentscheidung häufig stärker wiegt als staatliche Subventionspolitik. Biomasse, also z.B. Holzpellets, liefert nicht nur einen positiven Beitrag zur CO2-Bilanz, sondern überzeugen auch unter Resilienz-Gesichtspunkten. Der heimische Rohstoff bedarf keiner internationalen Transportwege, wie Öl und ist auch nicht an Leitungen gebunden, wie Gas oder Strom. Holzenergie ist vor Ort beim Kunden lagerbar.
Im Brennstoffkostenvergleich zum Stand 8. Mai 2026 bleiben Holzpellets mit ca. 7,2 Cent je kWh zuzüglich Einblaspauschale deutlich günstiger als Heizöl oder Erdgas. Heizöl auf Monatssicht deutlich verbilligt, bleibt aber im Umfeld des Iran-Kriegs mit ca. 12,6 Cent je kWh im bundesdeutschen Durchschnitt der teuerste Energieträger. Neuverträge für Erdgas sind je nach Anbieter ab ca. neun Cent je kWh zuzüglich Grundgebühr zu haben. -ok-
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| Pelletspreis | Freitag 08.05.2026 15:45 Uhr | Schluss Vorwoche 01.05.2026 | Veränderung zur Vorwoche |
|---|---|---|---|
Deutschland | 358,69 € | 370,23 € | -3,12% |
Österreich | 392,48 € | 400,31 € | -1,95% |
Schweiz | 426,99 CHF | 441,05 CHF | -3,19% |
| Ø 1.000 kg Preis bei 6.000 kg Gesamtabnahme | |||
