Kältewelle: Holzpellets-Nachfrage steigt sprunghaft

07.01.26 • 10:29 Uhr • HeizPellets24 News • Oliver Klapschus

Der Pelletmarkt ist mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet. Nach dem absatzschwächsten Schlussquartal der letzten drei Jahre zieht die Nachfrage nach Holzpellets Anfang 2026 steil an. Grund ist das verbreitet kalte Winterwetter. Der von vielen Verbrauchern erhoffte Preisrutsch lässt dagegen weiter auf sich warten. In Deutschland ist der Preis für eine Tonne lose Holzpellets ist im Monatsvergleich zu Anfang Dezember um rund zehn Euro gestiegen und liegt Anfang Januar bei rund 370 Euro (Gesamtabnahme sechs Tonnen, zzgl. Einblaspauschale). Sackware kostet durchschnittlich 385 Euro je Tonne. In Österreich und der Schweiz zeigt sich eine ähnliche Tendenz auf höherem Preisniveau.

Die Dümpel-Phase am Pelletmarkt scheint beendet. Während Ende 2025 viele Verbraucher vergeblich auf sinkende Preise warteten, um das eigene Lager zu füllen, steht nun das Wetter im Vordergrund bei der Kaufentscheidung. Statt der erhofften Umkehr bei der Preistendenz zeigt sich im Preischart ein zweieinhalb Jahres-Hoch, doch die größte Kältewelle der letzten Jahre mahnt zur Eile. Im Fokus der meisten Käufer stehen kleinere Abnahmemengen von unter drei Tonnen mit einer Lieferfrist von ein bis vier Wochen. Auch Sackware gewinnt kurzfristig an Bedeutung. Ziel ist es, bis zum Ende des Winters komfortabel mit Brennstoff versorgt zu sein und dann Sommerhalbjahr günstig einen Jahresvorrat zu ordern.

Mit Blick auf die Zahl der neu installierten Pelletheizungen bleibt der Teuerungsdruck am Brennstoffmarkt gering. Die Statistik des Bundesverbands der deutschen Heizungsindustrie (BDH) weist für den Zeitraum Januar bis Oktober 2025 zwar ein deutliches Absatzplus bei Pelletkesseln von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Im Sog des schwachen Gesamtmarkts bleibt die Gesamtzahl der neuen Biomasse-Heizungen mit 25.500 – davon 15.000 Pellets-Anlagen – verkauften Einheiten allerdings gering. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2022 wurden in Deutschland rund 90.000 neue Biomasseheizungen – davon 65.000 Pelletheizungen – installiert.

Nach dem Boomjahr 2023 mit über 1,3 Mio. installierten Heizungen steckt die Heizungs-Branche in Deutschland weiterhin in der Krise. Die Statistik zum Ende des Gesamtjahres 2025 dürfte in Summe aller Technologien nur gut 600.000 verkaufte Wärmeerzeuger ausweisen, was dem niedrigsten Wert der letzten 15 Jahre entspricht. In Folge des staatlichen Markteingriffs in Verbindung mit dem sogenannten Heizungsgesetz zeigen sich deutsche Verbraucher seit 2024 anhaltend verunsichert. Die hohen Modernisierungsprämien zum Austausch alter Öl- und Gasheizungen sorgten zum einen für eine Teuerungswelle am gesamten Heizungsmarkt, zum anderen gestaltet sich die kommunale Wärmeplanung schwierig. Theorie und Praxis driften auseinander und wirtschaftliche Faktoren bei der Realisierbarkeit treten zutage.

Im Brennstoffkostenvergleich behaupten Holzpellets ihren Preisvorteil auch zu Beginn des neuen Jahres. Der Vorsprung ist gegenüber dem Sommer allerdings spürbar zusammengeschmolzen. Die gestiegene CO2-Bepreisung bei Heizöl und Gas wirkt sich aufgrund fallender Öl- und Gaspreise am Weltmarkt zunächst nicht aus und die fossilen Energieträger sind im Vergleich zum Vormonat sogar etwas günstiger geworden. Heizöl kostet Anfang Januar 2026 rund neun Cent je Kilowattstunde im bundesdeutschen Durchschnitt. Neuverträge für Erdgas sind verbreitet für knapp unter acht Cent je kWh zzgl. Grundgebühr abschließbar. Losen Holzpellets kosten in Deutschland umgerechnet auf eine Kilowattstunde rund 7,4 Cent, denn ein Kilogramm Holzpellets liefert ca. 5 kWh Heizenergie. -ok-

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Deutschland
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Österreich
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