Pelletspreise: Kurzfristig steigend – langfristig auch?

vom 27.09.2019 17:09:50

Mit großen Schritten eilen Herbst und Heizperiode heran. Mit dem Sommer geht auch die Schnäppchenzeit beim Pelletskauf zu Ende. Seit Mitte September zeihen die Preise deutlich an und wer als Verbraucher noch Brennstoffbedarf für den kommenden Winter hat, sollte sich langsam aber sicher beeilen. Ähnlich wie bereits im Vorjahr scheint auch die Pelletspreisentwicklung 2019 einen idealtypischen Verlauf zu nehmen. D.h. bis in den Februar 2020 hinein ist nun mit steigenden Preisen für Holzpellets zu rechnen. Erst danach dürfte es im Frühjahr wieder abwärts gehen.

Zum Monatswechsel September/Oktober 2019 kostet die Tonne Holzpellets im bundesdeutschen Durchschnitt 225 Euro. Dieser Wert ist nahezu identisch mit dem Vorjahreszeitpunkt. Generell lassen sich die beiden Preiskurven für 2018 und 2019 fast für den bisherigen Jahresverlauf eins zu eins übereinanderlegen. Lediglich im ersten Quartal gab es Abweichungen. Entsprechend lautet die Prognose für das vierte Quartal: Mit einem Pelletspreisanstieg von fünf bis zehn Prozent ist zu rechnen.

Mittel- bis langfristig wird es für den Pelletsmarkt und die -preisentwicklung interessant sein, wie sich die Zahl der Heizungsanlagen entwickelt. Kommt die Pelletsheizung im Zuge der CO2-Debatte groß raus und ersetzt in großem Stil Ölheizungen, die mit massiven staatlichen Subventionen aus dem Markt gedrängt werden sollen - oder führt die moderne Holzheizung weiterhin ein Nischendasein? Das Eckpunktepapier des Klimakabinetts lässt die Rolle der Pelletsheizung in der Klimaschutzstrategie zunächst offen. In Abhängigkeit zu den konkreten Fördermaßnahmen sollte sich spätestens im Frühjahr 2020 herauskristallisieren, wo die Reise hingeht. Insbesondere in den aktuell ca. 2,5 Mio. Heizöl-Haushalten, die nicht über einen Gasanschluss verfügen, weil sie nicht mit Erdgas-Leitungen erschlossen sind, könnte die Pelletsheizung eine Modernisierungsalternative darstellen. Die Tauglichkeit für den Massenmarkt muss sich dann unter Beweis stellen. Die Kosten für die Errichtung der Heizungsanlage dürften sicherlich sinken. Die Brennstoffkosten könnte sich allerdings in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Wenn sich die aktuelle Zahl von ca. 250.000 Pelletsheizungen in Deutschland verdoppelt oder verdreifacht sind Preiseffekte auf den noch jungen Pelletsmarkt vorprogrammiert. - ok

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