Holzpellets in Deutschland teuer oder billig? Holzpelletpreise im Jahresverlauf.

Die Holzpelletspreise schwanken im Jahresverlauf kaum. Allerdings haben sich in der Vergangenheit ein paar "teure" Pellets-Jahre in das sonst sehr günstige Preisniveau für Holzpellets gemogelt. Diese Preisspitzen wurden von sprunghaft steigender Nachfrage im noch jungen Pelletmarkt verursacht und waren nur von kurzer Dauer. Die Angebotslücke wurde schnell geschlossen, was rasch zu billigeren Pelltpreisen führte. Da Holzpellets als Brennstoff deutlich günstiger sind als andere Brennstoffe, steht das "teuer" bei Holzpellets ohnehin in Anführungszeichen. Pelletskunden können auch in den nächsten Jahren von günstigen Pelletspreisen ausgehen, denn der Markt weist einige Besonderheiten auf, die günstigen Preisen sehr zuträglich sind!

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Das Interesse am neuen Heizmaterial ist besonders auf Anbieterseite groß. Der noch junge Markt verfügt über ausreichend Produktions- und Lieferkapazitäten, die phasenweide schneller wachsen als die Nachfrage nach Holzpellets. Man spricht auch von einem Verkäufermarkt. Übrigens, auf Holzpellets werden nur 7 % Mehrwertsteuer berechnet! Auch dies hält die Preise für Holzpellets niedrig. Mit gut 100.000 Feuerungsstätten ist die Zahl der Pelletheizungen in Deutschland noch klein. Zum Vergleich: Es gibt ca. 6 Mio. Ölheizungen und mindestens doppelt so viele Gasheizungen. Durch die weit verbreiteten Gasthermen in jeder einzelnen Mietwohnung ist die Zahl besonders hoch. Die Pelletsheizung ist allerdings ein Wachstumsmarkt. Im Neubau sind nur noch rund 2 % Ölheizungen und 50 % Gasheizungen vertreten. Vor 20 Jahren waren es 20 bzw. 70 %. Im Kommen sind neue Heizungskonzepte, die auf Solarthermie, Erdwärme oder Holzpellets als Brennstoff setzen. Die Holzpelletshochburgen liegen dabei eindeutig im Waldreichen Süden der Republik. Weiterhin macht sich die Nähe zu Österreich bemerkbar, wo man beim Heizen deutlich stärker auf Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets setzt.

Welche Monate sind billig zum Holzpellets kaufen?

Da bei Holzpellets vorrangig das regionale Verhältnis aus Angebot und Nachfrage zählt ist für Verbraucher antizyklisches Handeln angesagt. Als Faustregel gilt: Holzpellets sind im Sommer günstiger und im Herbst und Winter teurer. Dieser Sachverhalt, lässt sich relativ einfach mit dem Verbraucherverhalten und dem relativ regional organisierten Markt für Pellets erklären. Die Pellets werden, von Exporten ins europäische Ausland abgesehen, dort verbrannt, wo sie hergestellt werden. Bei Heizöl besispielsweise ist dies nicht so, denn die Heizölpreise werden am Weltmarkt gemacht und hängen u.a. mit der Benzin- und Dieselnachfrage zusammen.

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Angegeben ist immer der Preis in € pro Tonne Holzpellets inkl. MwSt bei Gesamtabnahme von 6 Tonnen und einer Lieferstelle (Durchschnittspreise von HeizPellets24). Für die Preiserfassung kommen ausschließlich Qualitätspellets gemäß "DIN plus" zum Ansatz. Die DINplus-Zertifizierung vereint die Anforderungen der DIN 51731 aus Deutschland und der ÖNORM M 7135 aus Österreich und der SN 166000 aus der Schweiz. Zusätzlich garantiert DIN plus ein Höchstmaß an Abriebfestigkeit. Die drei nationalen Normen werden durch eine einheitliche EU-Norm für Pellets abgelöst, die auch in der Schweiz gilt. Die neue europaweite Norm EN 14961-2 kennt die Klassen A1, A2 und B. Für den Endverbraucher relevant ist die Holzpelletsklasse A1. Sie weist insgesamt die strengsten Werte auf und basiert weitestgehend auf der hohen DINplus-Qualität. Nach Abschluss des Normungsverfahrens werden Pellets höchster Qualität dann offiziell mit "EN plus A1" bezeichnet. Das Gütesiegel zertifiziert neben den Pellets selbst auch die Herstellung und Anlieferung.

Woher stammt das Holz für die Pellets und wie steht es um die Qualität?

Im Gegensatz zum Öl, das teuer importiert werden muss, nutzt die Pelletindustrie einheimische Rohstoffe, die zudem nachwachsen. Produktion und Handel sind mittelständisch und regional geprägt. Das verwendete Holz kommt meist aus anderweitig nicht nutzbaren Ressourcen. Abfallprodukte aus Sägewerken und Waldrestholz aus der Forstwirtschaft bilden als Energieholz die Basis für die Pelletsherstellung. Unter hohem Druck durch Matrizen gepresst entstehen in der Fabrik dann die fertigen Holzpellets. Gemäß der neuen EU-Norm, die die entsprechende DIN ablöst sind Holzpellets bis zu 40 mm lang und haben einen Durchmesser von 5 bis 7 mm. Die Holzpresslinge werden dabei ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt und bestehen ausschließlich aus Holz. Weitere Details der alten DIN und der neuen EN sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich.

  Einheit DIN 51731 DIN plus
Ö Norm M 7135
EN A1 EN A2 Klasse B
"Industriepellets"
Länge mm < 50 5 x D 3,15 ≤ L ≤ 40 3,15 ≤ L ≤ 40 -
Durchmesser mm 4 bis 10 4 bis 10 6 (± 1) 6 (± 1) 4 bis 10
Rohdichte (einzelnes Pellet) g/cm3 > 1,12 1,0 bis 1,4 - - -
Schüttdichte ("Pellethaufen") kg/m3 - - ≥ 600 ≥ 600 -
Heizwert MJ/kg 17,5 bis 19,5 > 18 ≥ 16,5 ≥ 16,5 -
Wassergehalt % < 12 < 10 ≤ 10 ≤ 10 < 12
Feinanteil % - < 1 ≤ 1 ≤ 1 -
Mechanische Festigkeit % - - ≥ 97,5 ≥ 97,5 -
Aschegehalt % < 1,5 < 0,5 ≤ 0,7 ≤ 1,0 -
Ascheerweichungstemperatur ° C - - ≥ 1200 ≥ 1100 -
Gehalt an Schadstoffen, Schwermetallen etc.:
Arsen mg/kg - - ≤ 1 ≤ 1 -
Blei mg/kg - - ≤ 10 ≤ 10 -
Cadmium mg/kg - - ≤ 0,5 ≤ 0,5 -
Chlor % < 0,03 < 0,02 ≤ 0,02 ≤ 0,03 < 0,03
Chrom mg/kg - - ≤ 10 ≤ 10 -
Kupfer mg/kg - - ≤ 10 ≤ 10 -
Nickel mg/kg - - ≤ 10 ≤ 10 -
Quecksilber mg/kg - - ≤ 0,1 ≤ 0,1 -
Schwefel % < 0,08 < 0,04 ≤ 0,05 ≤ 0,05 < 0,08
Stickstoff % < 0,3 < 0,3 ≤ 0,3 ≤ 0,5 < 0,3
Zink mg/kg - - ≤ 100 ≤ 100 -
Legende: - = keine Normung

Tipp: Achten Sie auf Qualität! Ob Sack, BigBag oder lose Pellets, die Lieferanten von HeizPellets24 liefern genormte Markenware. Hozpellets gibt es nicht nur als lose Ware, sondern auch in Säcken à 15 kg auf Paletten oder sog. BigBags. Mehr dazu in unseren Produktinfos.